USA 2013

Wir starten unsere erste Reise in die USA… Es ist morgens vier Uhr am Düsseldorfer Flughafen, wir zittern noch, ob unser Flug überhaupt stattfindet, denn bei einem Streik wurden mehr als die Hälfte der Flüge annuliert, aber da.. unser Flug nach London findet statt, wenn auch mit anderthalbstündiger Verspätung. In London müssen wir die Beine in die Hand nehmen, erst den Shuttlebus, dann den Shuttletrain, puh…zum Boarding erreichen wir endlich das richtige Gate auf unserem ersten langen Flug. 10,5 h soll er dauern, aber mit ein bisschen lesen und Filmchen gucken geht auch dieser schnell um. Wir kommen fix und fertig an, verbringen noch fast zwei Stunden in einer Maschinerie aus Kontrollen und ewig langen Schlangen, bevor ein weiterer Shuttle uns zum Mietwagenladen bringt, in dem wir unseren fahrbaren Untersatz für die nächsten beiden Wochen beziehn. Weiter gehts über den Highway 101 im dicken Stau von L.A. bis zu Thousand Oaks, wo wir fix und fertig ins Bett fallen.

Tag 1:
Weil der Jetlag uns sehr in den Knochen steckt, sind wir natürlich um fünf Uhr Ortszeit wach, zum Glück gibts ab sechs Uhr Frühstück. Dort bin ich erstmal völlig geschockt, wie alles Geschirr zum Wegwerfen… wie Waffeln, Donuts, kein Brot zum Frühstück… na das kann ja heiter werden. Naja, andere Länder, andere Sitten, gleich geht die Reise los.
Ueber den Highway 101 geht es zunächst nach Santa Barbara. Von der Umgebung sehen wir dabei nicht viel, es herrscht dicker Nebel, das Meer neben der Straße ist nicht zu erkennen, außerdem ist es kalt, warum laufen hier nur alle in T-Shirt und kurzer Hose? Naja, von Santa Barbara mit Stadt und Strand sind wir jedenfalls nicht so begeistert, wir fahren noch zur Mission, die etwas erhöht liegt, zum Besichtigen hab ich wenig Lust, ich drängel zum Weiterfahren, gesagt, getan. Wir fahren weiter über den San Marco Pass durch die Berge, hierbei durchbrechen wir die dichten Wolken, im Landesinneren wird es deutlich sonniger, Grün wechselt zum kargen Braun. Der Weg führt uns weiter nach Solvang, eine dänisch nachgebaute Stadt und für mich der blanke Horror, Busse mit Touristen, hauptsächlich asiatischer Natur, drücken sich an den zahlreichen Andenkenlaeden vorbei… schnell weg hier, meine Laune ist auf dem absoluten Minuspunkt. Wir fahren weiter über den Highway Nr. 1 an der Küste entlang und erreichen unser Nachtquartier, Morro Bay, ein kleinerer Ort mit davor liegendem erloschenem Vulkan, der wahrscheinlich allen als Fotomotiv gilt. Im Hafen setzen wir uns dabei auf eine Terrasse und lassen uns den ersten Burger in diesem Urlaub schmecken, dabei entdecken wir eine Gruppe Seelöwen, die im Hafen unterwegs sind und die Fischer auf ihren Booten anbetteln, dazu gesellt sich noch eine Horde Möwen, auf dem Rückweg zum Hotel begegnen wir noch einem süßen kleinen Squirrel. Anschließend betrachten wir noch am Strand den Sonnenuntergang, schießen noch die letzten Bilder und legen uns Ortszeit 20h totmüde ins Bett, ich sag ja, mist Jetlag 🙂

Tag 2:
Bei strahlendem Sonnenschein machen wir uns weiter auf gen Norden, an der Küste entlang, links von uns das Meer, rechts wird die Landschaft bald bergig. Kurz hinter Haert castle kann man viele Seelöwen am Strand beobachten. Wir halten am Julia Pfeiffer Burns State Park, wo wir mit einigem anderen Touristen einen kurzen Gang zu einem Aussichtspunkt gehen, wo man einen kleinen Wasserfall am Strand fotografieren kann. Anschließend machen wir uns weiter gen Norden und machen kurzen Halt in Monterey, wo massig Tourismus am Fischerman’s wharf uns schnell zur Weiterfahrt bewegen, eine weitere kurze Pause machen wir in Santa Cruz, wo wir die ekelhafteste Burrito bislang essen und uns der Ekel schnell weiterfahren lässt nach San Franzisco. Dort starten wir nach dem Check Inn in der Nähe des Union Square zu einer kleinen Erkundungstour durch China town und zum Pier 39, wo ich geschockt über touristische Geschmacklosigkeiten fast umfalle. Nachdem wir uns noch im Dunkeln verliefen und schließlich doch noch etwas zwischen die Zähne bekamen, pennten wir doch bei wahnsinnig lauten Verhältnissen endlich ein. Bislang bin ich von diesem Urlaub noch nicht überzeugt, mal gespannt, was noch kommt.

 

Tag 3:
Heut steht sightseeing SF auf dem Programm. Dazu schnappen wir uns einen der roten Busse am Union square, auf deren Deck man mit zahlreichen anderen Touristen bei starkem Fahrtwind um die Wette fröstelt. Der Vorteil ist, man kriegt einige Informationen zur Stadt und kann an beliebigen Punkten ab – und zusteigen, an der Golden Gate Bridge steigen wir zum Beispiel im Süden aus, gehen über die 1,7 Milen weite Brücke, genießen von der anderen Seite noch den Blick auf SF mit seiner Skyline und steigen auf der anderen Seite wieder zu. Wir schauen uns noch ein paar typische Touristen-Punkte wie den Golden Gate Park an, der zum durchqueren viel zu groß ist, bevor wir wieder ins Hotel zu einer hoffentlich ruhigeren Nacht im lauten SF.

Tag 4:
Am heutigen Tag machten wir uns auf den Weg zum Yosemite Park. Lange Zeit fuhren wir über den öden Highway, zwischendurch füllten wir unsere Wasservorräte auf. Über den Westeingang fuhren wir in den Park, bezahlten das preislich faire Ticket von 20 Dollar für sieben Tage und schossen auch schon gleich die ersten Bilder. Vom Visitor Center nahmen wir den Shuttle Bus, der uns leider nur von Parkplatz zu Parkplatz brachte. Und hier ein entscheidender Hinweis: bis mitte Mai sind die am meisten interessanten Punkte und Pässe gesperrt, was uns ziemlich enttäuschte und die Planung entwas durcheinander brachte, denn ich hätte noch gern einen Blick auf den Mono lake und die Alabama Hills geworfen, was uns zeitlich aber leider völlig aus dem Rahmen bringen würde. Die nächsten beiden Tage werden wir zum Wandern im Park verbringen.

Tag 5:
Den heutigen Tag verbrachten wir im NP. Wir fuhren bis ganz in den Norden, um festzustellen, dass eigentlich so gut wie alle Straßen gesperrt sind. Zudem regnet es noch in Strömen. Nach einer vergeblichen ewigen Autofahrt klart es letztlich etwas auf und wir machen noch eine relativ anstrengende Wanderung von ca. 6km durch Mariposa Grove mit seinen beeindruckenden Sequoia – Bäumen, neben denen wir aussehen wie kleine Zwerge.

 

Tag 6:
Spontan ändern wir heut unsere Pläne und verwerfen den letzten Tag Yosemite Park, da unsere Begeisterung sich eher in Grenzen hielt. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Wüste. Bei Bakersfield erneuerten wir noch einmal unsere Vorräte, bevor wir nach knapp 8 Stunden in einer netten kleinen Stadt namens Lone pine ankamen. Diese Stadt liegt direkt an den Alabama hills mit seinen großen runden Gesteinsbrocken und vereinzelten Bögen, die sehr sehenswert erscheinen und in denen viele ältere Filme gedreht wurden, daher gibt es auch dort ein kleines Filmmuseum. Im Hintegrund erscheinen die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada, traumhafte Kulisse… vom Hotel aus sehen wir die Sonne über der Wüste untergehen.

Tag 7:
Früh machen wir uns auf den Weg ins Death valley, der Highway führt dabei durch farblich traumhaft schöne Berg- und Tallandschaften. Wir halten an den sogenannten Mesquite flat dunes, Wanderdünen, die als nettes Fotomotiv dienen. An Furnace creek, einer Oase, an welcher auch ein Visitor center zu finden ist, machen wir kurz Rast, inwzischen sind es schon über 30 Grad und wir kommen ins Schwitzen. Weiter fahren wir an den Zabriskie Point und Dantes view, zwei Aussichtspunkte mit traunhaftem Panorama. Bevor wir nach Beatty in unsere Unterkunft fahren, halten wir noch an der Geisterstadt Rhyolithe, die mit ein paar verfallenen Häusern eher enttäuschte. Allein heut haben wir über hundert Bilder geschossen von einer Landschaft, die wir noch nie vorher gesehen haben, morgen werden wir hier noch einen weiteren Tag verbringen.

Tag 8:
Den heutigen Tag verbrachten wir erneut im Death valley. Wir schossen unzählige Bilder von den farbenprächtigen Bergen, fuhren durch den Titus-Canyon, ich musste oft die Augen zumachen, weil ich fürchtete, wir rasseln den Hang hinab. Natürlich durfte ein Besuch des Badwater nicht fehlen, den tiefsten Punkt der USA mit einer Salzkruste kilometerweit um einen herum. Eine kurze Wanderung unternahmen wir noch zur Natural Bridge und zu einem ausgetrockneten Wasserfall in einem großen ausgetrockneten Flussbett. Also beim Death valley sind wir uns einig: Muss man gesehen haben!!!

Tag 9:
Nach einer ca. 2 stündigen Fahrt erreichen wir Las Vegas, wo wir den Tag mit ein bisschen Bummeln und Burgeressen verbringen. Natuerlich werden auch ein paar Dollar verspielt 🙂 Untergebracht sind wir im Aria, mit Blick auf Las Vegas aus jedem Zimmer aus Fenstern bis auf den Boden. Traumhaft, wir wollten gar nicht schlafen und mussten nachts immer zwischendurch mal den Blick über die Stadt schweifen lassen. Morgens starteten wir mit einem wahnsinnig tollen Buffet in den Tag mit kalten und warmen Speisen aus aller Welt.

Tag 10:
Nach vielen Stunden Autofahrt erreichen wir den Grand Canyon. Da es schon relativ spät ist, starten wir lieber morgen früh in den Tag, bislang war der erste Eindruck mäßig. Heerscharen Touristen…. Wahnsinn.

Tag 11:
Tag zwei am Grand Canyon, wir steigen zum ersten Mal in einen Helikopter. In knapp einer Stunde machen wir einen Rundflug, es gelingt uns dabei das ein- oder andere schöne Bild. Anschließend wollen wir eigentlich noch einmal in den NP fahren, aber lange Schlangen vor den Eingängen lassen uns die Entscheidung leicht machen, noch heute abzureisen. Unser Ziel ist noch einmal die Gegend von Las Vegas, ein kleines Städtchen namens Overton, der erste Eindruck is nett, nicht von Touristenscharen übervölkert.

Tag 12:
Von Overton sind es nur ein paar Meilen bis zum Valley of fire, einem Gebiet mit traumhaft schön gefärbten Felsen, die in der Sonne in allen erdenklichen Farben leuchten. Dies ist eigentlich, obwohl nicht so bekannt, einer der Höhepunkte unserer Reise und absolut empfehlenswert. Nachdem wir dort einige kleine Runden gemacht und mal wieder zig Fotos gemacht haben, machen wir uns erneut auf den Weg nach Las Vegas in das von uns vor einigen Tagen bereits besuchte Hotel.

Tag 13:
Heut geht es zurück nach L.A., wo unsere Reise begann, etwas wehmütig denken wir bereits an den morgigen Abflug. Vorher statteten wir jedoch Hollywood einen Besuch ab und sind jedoch sehr enttäuscht, da alles sehr runtergekommen wirkt.

Inzwischen sind wir wieder heil zu Hause angekommen mit über 1800 Bildern im Gepäck und vielen Erinnerungen und freuen uns auf die nächsten kurzen und längeren Touren auf heimatlichem Territorium.

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2 Responses to USA 2013

  1. Frank says:

    einen tollen Urlaub habt ihr da erlebt und geniale Bilder mitgebracht.

    LG Frank

  2. Pingback: Rundweg Sophienhöhe › Hiking Touren

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