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Klar gehören die Narzissenfelder zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region, aber so einen Andrang habe ich nicht erwartet. Von Aachen machten wir uns auf in das ca. eine halbe Autostunde entfernte Höfen bei Monschau. Dort fanden wir an der Höfener Mühle, welche als Startpunkt für die Narzissenroute dient, keinen Parkplatz, so fahren wir zum Nationalparktor in Höfen, wo wir noch einen der letzten Parkplätze ergattern können. Von dort gehen wir durch das Tor, welches wir auch sowohl auf dem Eifelsteig als auch auf der Klosterroute bereits durchschritten haben, aber an schöne Plätze kommt man ja auch gerne zurück.
Hinab führt der Weg bis zur Perlenbachtalsperre, am Perlenbach wandern wir bis zum Parkplatz an der Höfener Mühle, wo wir ursprünglich parken wollen.
Wir folgen dem Symbol der Narzissenroute nun entlang des Fuhrtsbach, der Weg ist relativ beschwerlich, eigentlich ist es ein Pfad, welcher nur aus Wurzeln besteht.
Er endet an einem teils verfallenen Westwallbunker, hier machen wir eine kurze erste Rast.
Über eine Brücke queren wir den Bach und bald erreichen wir die Narzissenfelder, wo sich zahlreiche mit Kameras bewaffnete Menschen tummeln.
Eher enttäuscht, denn wir haben doch eher ein Meer aus Narzissen erwartet führt der Weg Richtung belgischer Grenze, nun durch ruhigere Waldgebiete.
Ein Hinweisschild erklärt, dass man hier versucht, dem Laubwald durch Unterpflanzung von Buchen unter die Fichtenwälder zu helfen, den Lebensraum zurückzugewinnen, da die Fichtenwälder viele Laubbaumarten bereits verdrängt haben. Im Jahr 2034 sollen dann 75 % des Nationalparks Eifel sich selbst überlassen bleiben.
Endlich verlassen wir die inzwischen sehr breiten Wirtschaftswege, ein schmaler Weg führt uns in dichteren Wald.
Aufm dem Weg zurück ins Perlenbachtal treffen wir auch auf eine eher versteckte Wiese mit Narzissen, welche relativ idyllisch auf einer kleinen Lichtung liegt und für die sich nicht die Menschenmassen interessieren, hier könnten wir noch länger verweilen.
Wir wandern nach einem kurzen Schluck Wasser wieder ins Perlenbachtal, hier hat man noch einmal einen schönen Ausblick auf den Bach, welcher sich idyllisch durch das Tal schlängelt, hier gibt es noch einige weitere kleinere Narzissenansammlungen.
Im Tal treffen wir wieder auf viele Wanderer, so dass wir wissen, dass wir wieder an der Höfener Mühle sind.
In Form einer acht führt der Weg uns nun bergauf zurück nach Höfen, hier werfen wir noch einmal einen Blick zurück ins Tal.
Nach ca. 13 km und 3,5h erreichen wir wieder das Nationalparktor und damit den Parkplatz.
Als Fazit muss ich sagen, dass ich den Hype um die Narzissenwiesen, denn sogar Ausflüge mit Bussen werden dorthin geführt, völlig übertrieben finde. Insgesamt ist die Runde ganz schön, wenn nur die Massen an Menschen nicht wären, also an einem Wochenendtag und kurz vor Ostern einfach nicht zu empfehlen.
Wir haben den Weg mit einem Smartphone aufgezeichnet und stellen die GPS Aufzeichnungen hier als QR-Code sowie als direkten Link zur Verfügung:
Google Earth KML
GPX Track