Durch den Kottenforst

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Leider ist der heutige Sonntag mal wieder völlig verregnet und die Motivation, vor die Türe zu gehen, ist nicht besonders groß. Aber irgendwie wollen wir doch ein bißchen Luft schnappen und so suchen wir uns bei Outdooactive eine Runde aus, welche mit dem Titel „Pilger, Römer, Brombeerwein“ relativ vielversprechend klang. So machten wir uns auf den Weg nach Roisdorf, wo wir am Ortsrand an einem Wanderparkplatz starteten. Noch ist es stark bedeckt aber trocken, so hoffen wir, halbwegs trocken die geplante Runde zu überstehen. Der Weg führt uns zunächst über breite Waldwege, welche von Reitern und Joggern ausgiebig genutzt werden und stößt auf einer Kreuzung, am weißen Stein auf den Römerkanal-Wanderweg.

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Als nächstes passiert der Weg den sogenannten Kamelleboom, hier steht auf einer Lichtung ein junge Linde, welche den alten Kamelleboom ersetzt, in welchem die Kinder früher ihren Kopf gesteckt haben, und es von oben “ Kamelle regnete“, in Wahrheit warfen ihre Eltern die Süßigkeiten über ein Plastikrohr von oben hinein… süße Geschichte, weiter gehts.

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Unser Weg führt uns vorbei an mehreren Hinweisschildern zu den ehemaligen römischen Wasserleitungen, von denen leider nicht mehr viel zu sehen ist, aber wir sind ja schließlich auf dem Römerkanal-Wanderweg 🙂

Wir kommen an einer Kreuzung, an der sich der „Eiserne Mann“ befindet, eine wenig imposante, ca. 1,20 m aus dem Boden ragende Stele, dessen Geschichte nicht ganz geklärt ist, es handele sich möglicherweise um einen Vermessungspunkt, eine Grenzmarkierung oder ein Mahnmal, welche 1625 zum ersten Mal erwähnt wurde.

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Wir halten uns links und wandern weiter durch den Wald, bis ein Blick auf die runtergeladenen GPS Daten uns mitten in den Wald schickt, ach, nach ein paar Metern wird schon der richtige Weg kommen, also stapfen wir los. Nun stehen wir in hohem Farn mitten im Wald, irren nach links und rechts, Dornen stechen uns durch die Hosen und die Laune ist auf dem absoluten Nullpunkt. Laut fluchend erreichen wir nach ca. 20 min wieder einen Weg, sichtlich erleichtern und sicher, mindestens 15 Zecken ein neues Zuhause gegeben zu haben. Und als krönenden Abschluss fängt es jetzt auch richtig an zu regnen. An einer kleinen Schutzhütte neben kitschigen Marienbildchen machen wir kurz Pause, essen einen Happen und beschleunigen ab jetzt unser Tempo, denn der Gedanke, bei dem Wetter lieber daheim auf der Couch zu sitzen, überwiegt.

Wir empfehlen unseren „Dornenpfad“ zu umgehen, d.h. weiter die Schmale Allee entlanglaufen und dann rechts in Richtung Breite Allee zu wandern.

Kottenforst_Hint

Der Weg führt uns nun raus aus dem Wald, damit der Regen uns auch noch besser duchnässen kann, vorbei an mehreren Pferdekoppeln. Wir kommen an der Judas-Thaddäus Kapelle vorbei und wollen dort immerhin noch eine Kerze anzünden, mhh, keine mehr da, dann halt nicht.

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Weiter gehts auf dem Streuobstweg an entsprechenden Wiesen vorbei, natürlich blüht nichts mehr, Regen und Wind quälen uns jetzt so sehr, dass wir eine Abkürzung nehmen und triefend nass nach knapp 3 Stunden und 14 km endlich wieder den Wagen erreichen.

 


 

Wir haben den Weg mit einem Smartphone aufgezeichnet und stellen die GPS Aufzeichnungen hier als QR-Code sowie als direkten Link zur Verfügung:

KML QR-Code

Google Earth KML

 

GPX QR-Code

GPX Track

 

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